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QlikView ist weiterhin in vielen Unternehmen und Behörden im produktiven Einsatz, insbesondere dort, wo gewachsene BI-Landschaften, stabile Reporting-Prozesse und skriptbasierte Datenaufbereitung gefragt sind. Gleichzeitig hat sich die Plattformstrategie von Qlik weiterentwickelt: QlikView bleibt als On-Premises-Produkt relevant, wird aber heute oft im Zusammenspiel mit Qlik Sense und modernen Analytics-Plattformen betrachtet.

Begriffserklärung: Was ist QlikView?

QlikView ist kein reines Visualisierungstool, sondern verbindet Datenladung, Datenmodellierung, Logik, Kennzahlen und UI in einem dokumentbasierten Ansatz. Gerade in bestehenden Enterprise-Umgebungen ist das ein wichtiger Unterschied zu rein cloudzentrierten Self-Service-Werkzeugen.

QlikView ist eine Business-Discovery- und Analyseplattform für interaktive Dashboards, Berichte und datengetriebene Anwendungen. Im Kern arbeitet QlikView mit einer assoziativen Engine, die Daten verdichtet, im Arbeitsspeicher verarbeitet und Beziehungen zwischen Feldern dynamisch sichtbar macht. Dadurch können Anwender Zusammenhänge explorativ analysieren, ohne starre Drill-Pfade vorzugeben.

Zentrale Einordnung: QlikView ist kein reines Visualisierungstool, sondern verbindet Datenladung, Datenmodellierung, Logik, Kennzahlen und UI in einem dokumentbasierten Ansatz. Gerade in bestehenden Enterprise-Umgebungen ist das ein wichtiger Unterschied zu rein cloudzentrierten Self-Service-Werkzeugen.

Qlik pflegt QlikView weiterhin technisch weiter; die offizielle Hilfe dokumentiert QlikView September 2025, und für Release 12.100 nennt Qlik ein Release-Datum vom 23. September 2025.

QlikView Schulungen & Weiterbildungsempfehlungen

Wenn Sie QlikView in der Praxis gezielt einsetzen möchten, empfehlen wir Ihnen unsere Trainings bei www.IT-Schulungen.com.
Wir bieten sowohl offene Schulungen in unseren Schulungszentren oder online als auch maßgeschneiderte Firmenseminare mit individuell abgestimmten Inhalten und Terminen. Ausgewählte Seminare zu diesem Thema sind u. a.:

  • QlikView - Erste Schritte zur Datenanalyse (1 Tag)
    Ideal für Einsteiger, die Datenstrukturen, Diagramme und Tabellen in QlikView sicher nutzen möchten. Das Seminar vermittelt einen kompakten Einstieg in Analyse und Visualisierung.
  • QlikView - Professional-Training (3 Tage)
    Dieses Training verbindet Analyseobjekte, Formularlogik und Skript-Grundlagen. Besonders sinnvoll ist es für Teilnehmende, die sowohl Anwendersicht als auch erste Entwicklungsaufgaben abdecken wollen.
  • QlikView – Visualisierung Designer (2 Tage)
    Der Schwerpunkt liegt auf Layout, Diagrammen, Pivot-Tabellen, Benutzerführung und Set Analysis. Das Seminar passt gut zu Fachanwendern und Design-Verantwortlichen für Dashboards und Reports.
  • QlikView – Entwicklung Developer (2 Tage)
    Hier stehen Skriptfunktionalität, Datenladen, Datenmodellierung, Variablen, Join/Keep und inkrementelles Laden im Fokus. Das ist besonders relevant für Entwickler und BI-Verantwortliche mit technischem Schwerpunkt.

Funktionsweise & technische Hintergründe

QlikView lädt Daten aus Dateien, Datenbanken und weiteren Quellen über ein Skriptmodell. Typisch sind ETL-nahe Schritte wie Laden, Umbenennen, Joinen, Concatenate, Mapping und Berechnung von Kennzahlen bereits im Ladeskript. Für Performance und Wiederverwendbarkeit spielen QVD-Dateien eine zentrale Rolle. Qlik beschreibt QVD als natives Format, das sehr kompakt ist und beim Einlesen typischerweise 10- bis 100-mal schneller als andere Datenquellen sein kann.

Ein weiterer Kernbaustein ist Set Analysis: Damit werden alternative Datenmengen definiert, etwa für Vorjahresvergleiche, feste Filter oder Benchmark-Sichten unabhängig von der aktuellen Auswahl.


Anwendungsbeispiele in der Praxis

In der Industrie wird QlikView häufig für Produktionskennzahlen, Qualitätsauswertungen und Lieferkettenberichte genutzt. Im öffentlichen Sektor eignet sich die Plattform für Haushaltsmonitoring, Fallzahlenanalysen und standardisierte Managementberichte. Im Finanzumfeld unterstützt QlikView etwa Deckungsbeitragsrechnungen, Periodenvergleiche und Ad-hoc-Analysen auf Basis konsolidierter QVD-Schichten.

Praxisnutzen: Besonders stark ist QlikView dort, wo wiederkehrende Berichte, kontrollierte Datenmodelle und performante In-Memory-Analysen wichtiger sind als maximale Self-Service-Freiheit.

Nutzen und Herausforderungen

Vorteile sind hohe Performance, flexible Datenintegration, ein ausgereiftes Skriptmodell und gute Eignung für strukturierte Enterprise-Reports. Herausforderungen liegen in der stärkeren Entwicklerorientierung, dem Wartungsaufwand gewachsener Dokumentlandschaften und der strategischen Abgrenzung zu Qlik Sense und Cloud-Analytics. Auch Vendor-Lock-in über QVD-, Skript- und Plattformlogik sollte architektonisch bedacht werden.

Alternative Lösungen

ProduktStärkenGrenzen
Qlik Sense Moderner, stärker self-service- und cloudorientiert Migration bestehender QlikView-Logik oft nicht 1:1
Microsoft Power BI Enge Microsoft-Integration, starke Verbreitung Anderes Modellierungs- und Governance-Konzept
Tableau Sehr starke Visual Analytics Weniger skriptzentriert als klassische QlikView-Ansätze

Fazit

QlikView ist auch 2026 für viele Organisationen ein relevantes BI-Werkzeug, vor allem in stabilen On-Premises-Umgebungen mit etablierten Datenmodellen, QVD-Staging und anspruchsvoller Skriptlogik. Wer QlikView professionell betreibt oder modernisieren will, sollte Architektur, Datenmodellierung, Set Analysis und die Abgrenzung zu Qlik Sense gezielt beherrschen. Eine passende QlikView Schulung schafft dafür die nötige fachliche und operative Sicherheit.

FAQs

Für wen lohnt sich eine QlikView Schulung besonders?

Für BI-Analysten, Entwickler, Controller und Admins, die bestehende QlikView-Anwendungen betreuen, erweitern oder performant neu aufsetzen.

Welche Vorkenntnisse sind sinnvoll?

Für Grundlagenkurse reichen Analyseinteresse und BI-Basiswissen. Entwicklertrainings profitieren zusätzlich von Erfahrung mit Datenmodellen, SQL und ETL-nahen Prozessen.

Ist QlikView trotz Qlik Sense noch schulungsrelevant?

Ja, insbesondere in Organisationen mit produktiven Bestandsanwendungen, komplexen Skripten und geregelten Reporting-Prozessen. Dort bleibt gezielte Weiterbildung wirtschaftlich und technisch sinnvoll.

Autor: Florian Deinhard Autor

LinkedIn Profil von: Florian Deinhard Florian Deinhard

Artikel erstellt: 18.04.2024
Artikel aktualisiert: 23.04.2026

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