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Microsoft Exchange Server SE (Subscription Edition) ist die neue abonnementbasierte Version von Microsofts On-Premises-E-Mail- und Kalenderlösung, die im Juli 2025 veröffentlicht wird und die bisherigen Versionen Exchange Server 2016 und 2019 ablöst, deren Support am 14. Oktober 2025 endet.
Funktional ist Exchange Server SE zunächst identisch mit Exchange Server 2019 CU15, bringt aber ein modernisiertes Lizenzierungsmodell und eine überarbeitete Update-Strategie mit sich. Die Software wird ausschließlich über Abonnements bereitgestellt – entweder über Software Assurance (SA) oder Cloud-Subskriptionen –, während einmalige, unbefristete Lizenzen (Perpetual Licensing) künftig nicht mehr verfügbar sind. Damit richtet sich Exchange Server SE an Organisationen, die weiterhin auf eine lokale Infrastruktur setzen, dabei aber von einem modernen, cloudähnlichen Betriebsmodell profitieren möchten.

Obwohl Exchange Server SE zunächst keine signifikanten funktionalen Änderungen gegenüber Exchange 2019 CU15 aufweist, sind für das erste kumulative Update (CU1), das für Oktober 2025 geplant ist, folgende Verbesserungen vorgesehen:

  • Kerberos für Server-zu-Server-Kommunikation: Erhöhte Sicherheit durch Ablösung von NTLM.
  • Admin API: Einführung einer neuen REST-basierten Verwaltungs-API und schrittweise Ablösung von Remote PowerShell (RPS).
  • Entfernung von Outlook Anywhere (RPC over HTTP): Modernisierung der Protokolle und Vereinheitlichung mit Exchange Online.
  • Beendigung der Koexistenz mit älteren Versionen: Ab CU1 wird Exchange Server SE die einzige unterstützte Version sein; eine Koexistenz mit Exchange 2013, 2016 oder 2019 ist dann nicht mehr möglich.


Upgrade-Pfade zu Microsoft Exchange Server SE

Für Organisationen, die Exchange Server SE einführen möchten, gibt es zwei Hauptpfade:

  • In-Place-Upgrade: Direktes Upgrade von Exchange 2019 CU15 auf SE, vergleichbar mit der Installation eines Cumulative 
  • Legacy-Upgrade: Für ältere Versionen wie Exchange 2013 oder 2016 ist zunächst ein Upgrade auf Exchange 2019 CU15 erdorderlich, gefolgt von einem In-Place-Upgrade auf SE. 


Lizenzierung und Preise

Mit der Einführung von Exchange Server SE stellt Microsoft auf ein abonnementbasiertes Lizenzmodell um. Für die Nutzung sind sowohl Serverlizenzen als auch Clientzugriffslizenzen (CALs) erforderlich, die entweder über aktive Software Assurance (SA) oder Cloud-Subskriptionen bezogen werden müssen. Ab dem 1. Juli 2025 erhöht Microsoft die Preise für On-Premises-Serverprodukte um 10 %, während die Preise für CAL-Suiten um 15–20 % steigen.


Fazit zu Exchange Server SE

Exchange Server SE markiert einen wichtigen Wendepunkt in Microsofts Strategie für On-Premises-E-Mail-Lösungen.
Auf der einen Seite bringt die Subscription Edition klare Vorteile: Sie garantiert kontinuierliche Updates, höhere Sicherheit durch modernisierte Protokolle (wie Kerberos statt NTLM) und eine stärkere Angleichung an die Cloud-Welt mit einer REST-basierten Admin API.
Zudem erlaubt das In-Place-Upgrade von Exchange 2019 eine vergleichsweise einfache Migration, was für Unternehmen mit bestehenden Installationen attraktiv ist.

Auf der anderen Seite bedeutet das neue Lizenzmodell eine fundamentale Umstellung: Der Wegfall unbefristeter Lizenzen zwingt Unternehmen in eine laufende Kostenstruktur, was die langfristigen Betriebskosten und Budgetplanung verändert.
Auch die fehlende Koexistenz mit älteren Exchange-Versionen ab CU1 erhöht den Druck, rechtzeitig zu migrieren, um Support und Sicherheitsupdates zu sichern.
Für viele Organisationen stellt sich deshalb die strategische Frage, ob sie weiterhin auf On-Premises setzen oder ob ein Wechsel in die Cloud – etwa zu Exchange Online – langfristig wirtschaftlicher und zukunftssicherer ist.

Insgesamt bietet Exchange Server SE moderne Funktionen für Unternehmen, die aus regulatorischen, sicherheitsrelevanten oder strategischen Gründen auf lokale Systeme angewiesen sind – erfordert aber eine bewusste und gut geplante Entscheidung, um die neuen Lizenz- und Betriebsanforderungen sinnvoll zu integrieren.


Tabellarische Übersicht der Vor- und Nachteile des Exchange Server SE

Vorteile 

Nachteile 

Modernisierte Sicherheitsmechanismen (z. B. Kerberos statt NTLM) Wegfall unbefristeter (Perpetual) Lizenzen → laufende Abo-Kosten
REST-basierte Admin API ersetzt veraltete Remote PowerShell Keine Koexistenz mit älteren Exchange-Versionen ab CU1
Regelmäßige, kontinuierliche Updates durch Subscription-Modell Notwendigkeit rechtzeitiger Migration (vor Supportende Exchange 2016/2019)
Einfaches In-Place-Upgrade von Exchange 2019 CU15 möglich Erhöhte strategische Abhängigkeit vom Microsoft-Ökosystem
Engere Angleichung an Exchange Online und Cloud-Architekturen Budgetanpassung nötig (höhere Preiserhöhungen für On-Prem-Produkte ab 2025)
Attraktiv für Organisationen mit lokalen/regulatorischen Anforderungen Keine wesentlichen funktionalen Neuerungen zum Start

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Autor: Florian Deinhard Autor

LinkedIn Profil von: Florian Deinhard Florian Deinhard

Artikel erstellt: 03.05.2025
Artikel aktualisiert: 08.07.2025

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