Header Background
 
 
 

SAP HANA ist selbst eine relationale Datenbank, unterscheidet sich jedoch in ihrer technischen Ausrichtung deutlich von vielen klassischen Datenbanksystemen. Die Plattform verarbeitet Daten primär im Arbeitsspeicher, nutzt überwiegend spaltenorientierte Tabellen und verbindet operative Transaktionen mit Analysen. Das kann SAP-Szenarien vereinfachen, erfordert aber spezielles Sizing, Know-how und Betriebsprozesse.

Ausgangssituation & Zielbild

Der Vergleich „SAP HANA vs. klassische relationale Datenbanken“ beschreibt keinen Gegensatz zwischen relational und nicht relational. Beide arbeiten mit Tabellen, SQL, Transaktionen und konsistenten Datenbeständen. Unterschiede bestehen vor allem bei Speicherorganisation, Verarbeitung, Datenmodellierung und Integration.

SAP HANA ist eine relationale In-Memory-Plattform, die für parallele Verarbeitung, spaltenorientierte Analysen und eng integrierte SAP-Anwendungen optimiert wurde.

Anforderungen & Entscheidungskriterien

Für die Technologieauswahl sind Workload, Datenvolumen, Latenz, Kosten, Verfügbarkeit und Integration entscheidend. Zu prüfen sind außerdem:

  • Verhältnis von OLTP-Transaktionen zu analytischen Abfragen
  • Anforderungen an Echtzeitauswertungen und Aggregationen
  • SAP-S/4HANA-, Fiori- und BW-Integration
  • Arbeitsspeicher, Storage, Hochverfügbarkeit und Backup
  • Security, Datenschutz, Auditierbarkeit und Betriebskompetenz

Mögliche Zielarchitektur

SAP HANA hält häufig verwendete Daten primär im Arbeitsspeicher. Persistente Daten- und Log-Volumes sichern Wiederanlauf und Wiederherstellung.

[SAP S/4HANA / Fiori / APIs]
              |
       [SQL und Modelle]
              |
 [HANA Column Store / Row Store]
        |             |
   [Arbeitsspeicher] [Persistenz]
              |
   [Backup, Monitoring, HA]

Eine klassische Architektur trennt dagegen häufig operative Datenbank, Data Warehouse, Replikation und Reporting stärker voneinander.

Technologie-Stack & Alternativen

KriteriumSAP HANAKlassische relationale Datenbank
Speicherung In-Memory-first, Column Store als Standard Häufig Row Store und diskorientiert; moderne Systeme bieten zusätzliche Column- und In-Memory-Optionen
Workloads OLTP und OLAP eng kombinierbar Oft getrennte Systeme oder spezialisierte Replikate
Verarbeitung Parallelisierung und Code-to-Data Verarbeitung häufiger in Anwendung oder Datenbankschicht verteilt
Integration Besonders eng mit SAP S/4HANA und Fiori Breitere Hersteller- und Anwendungswahl
Wirtschaftlichkeit Hohe Leistung, aber anspruchsvolles Sizing Je nach Produkt flexiblere Lizenz- und Infrastrukturmodelle

Schulungen & Weiterbildungsempfehlungen

Wenn Sie dieses Szenario in der Praxis gezielt umsetzen möchten, empfehlen wir Ihnen unsere Trainings bei www.IT-Schulungen.com. Wir bieten sowohl offene Schulungen in unseren Schulungszentren oder online als auch maßgeschneiderte Firmenseminare mit individuell abgestimmten Inhalten und Terminen. Ausgewählte Seminare zu diesem Thema sind u. a.:

Best Practices

Workloads sollten vor der Migration gemessen und klassifiziert werden. Datenmodelle sind für spaltenorientierte Verarbeitung zu optimieren; unnötige Daten gehören archiviert oder tiered gespeichert. Backup, Restore, Hochverfügbarkeit, Berechtigungen und Performance müssen früh getestet werden. Eine Migration sollte fachliche Prozesse, Eigenentwicklungen und Schnittstellen einbeziehen.

Bei SAP HANA vs. klassischen relationalen Datenbanken entscheidet nicht allein die Geschwindigkeit. Ausschlaggebend sind SAP-Integration, Workload, Datenarchitektur, Kosten und Betriebskompetenz. www.IT-Schulungen.com unterstützt den Kompetenzaufbau mit praxisnaher Weiterbildung und anpassbaren Firmenseminaren.

SAP-, S/4HANA- UND HANA-WEITERBILDUNG

Welche Schulungen eignen sich für den Einstieg?

Der passende SAP-Einstieg hängt davon ab, ob Teilnehmende zunächst die Bedienung einer Benutzeroberfläche, die integrierten Geschäftsprozesse von SAP S/4HANA oder die technischen Grundlagen der SAP-HANA-Datenbank verstehen sollen. Für Endanwender:innen und Key-User sind Navigation und Prozessverständnis meist wichtiger als Datenbankmodellierung. Technische Projektleitungen und Entscheider:innen benötigen dagegen einen kompakten Überblick über In-Memory-Verarbeitung, Spaltenorientierung, Modellierung und Berechtigungskonzepte.

Die zentrale Empfehlung: Für einen Einstieg in eine moderne SAP-S/4HANA-Umgebung eignet sich SAP und Navigation FIORI Grundlagen besonders gut, da keine SAP-Vorkenntnisse erforderlich sind. Wird überwiegend mit der klassischen SAP GUI gearbeitet, ist SAP Grundlagen + Navigation GUI der passendere Startpunkt. Der SAP HANA Grundkurs richtet sich an technische Projektleitungen und Entscheider:innen. Für ein prozessübergreifendes Verständnis von SAP S/4HANA empfiehlt sich anschließend SAP von A bis Z für SAP S/4HANA.

Welches Einstiegswissen wird im SAP-Projekt benötigt?

SAP-Einsteiger:innen benötigen nicht automatisch dieselben Kompetenzen. Endanwender:innen müssen sich sicher in der Oberfläche bewegen und ihre Aufgaben ausführen können. Key-User sollten zusätzlich Organisationsdaten, Modulzusammenhänge und Geschäftsprozesse verstehen. Projektteams benötigen eine gemeinsame fachliche Sprache. Technische Entscheider:innen müssen außerdem einordnen können, welche Rolle SAP HANA als Datenbankplattform innerhalb einer S/4HANA-Architektur übernimmt.

Bedienkompetenz

Anmeldung, Navigation, Suche, persönliche Einstellungen, Apps, Transaktionen, Layouts und Hilfefunktionen sicher verwenden.

Prozessverständnis

Module, Organisationsstrukturen, Stammdaten und durchgängige Geschäftsprozesse von Auftrag, Einkauf und Bestand bis zur Fakturierung einordnen.

Technisches Verständnis

In-Memory-Verarbeitung, Spaltenorientierung, Code-to-Data, Datenmodellierung, Entwicklungswerkzeuge und Berechtigungen grundsätzlich verstehen.

Projektkompetenz

Fachliche Anforderungen, Benutzerrollen, Daten, Prozesse, Schnittstellen und technische Möglichkeiten in einem gemeinsamen Zielbild verbinden.

Vier Schulungen für den SAP-Einstieg

Die vier Trainings setzen unterschiedliche Schwerpunkte. Sie sind daher nicht als austauschbare Grundkurse zu verstehen. Die Auswahl sollte sich nach Benutzeroberfläche, Rolle, Vorkenntnissen und dem konkreten Einsatzgebiet richten.

S/4HANA & Fiori 1 Tag

SAP und Navigation FIORI Grundlagen (S4GL-100)

Diese Schulung ist ein geeigneter Einstieg für Teilnehmende, die erstmals mit SAP S/4HANA und dem Fiori Launchpad arbeiten. Sie vermittelt einen Überblick über das System, seine Komponenten, Organisationsdaten und grundlegende Prozesszusammenhänge. Der praktische Schwerpunkt liegt auf Navigation und persönlicher Einrichtung.

Zentrale Themen:

  • Grundlegende Funktionen von SAP S/4HANA
  • Komponenten und Module des Systems
  • Zusammenspiel der Module in einer Prozessübersicht
  • Organisationsdaten in SAP S/4HANA
  • An- und Abmelden
  • Aufbau der Oberfläche und Systemzugriff
  • Navigation in Fiori und SAP S/4HANA
  • Persönliche Anpassungen und Einstellungen
  • Parameter, Layout-Varianten und Standardeinstellungen
  • Tipps, Tricks und Hilfefunktionen
Besonders geeignet für: Projektteams, Key-User und Endanwender:innen ohne SAP-Vorkenntnisse, die in einer SAP-S/4HANA- und Fiori-Umgebung arbeiten werden.
SAP ERP & GUI 1 Tag

SAP Grundlagen + Navigation GUI (ERPGL-010)

Dieses Training führt in die klassische SAP-ERP-Oberfläche ein. Teilnehmende lernen die Struktur der SAP-Komponenten und -Module kennen und üben die grundlegende Navigation im SAP GUI. Die Schulung eignet sich auch für Organisationen, die SAP ERP grundsätzlich bewerten oder sich in einer Auswahlphase befinden.

Zentrale Themen:

  • Grundlegende Funktionen von SAP ERP
  • Komponenten und Module eines SAP-ERP-Systems
  • Zusammenspiel der Module
  • Organisationsdaten in SAP ERP
  • Anmeldung und Abmeldung
  • Aufbau des SAP-Bildschirms
  • Navigation und grundlegende Transaktionen
  • Persönliche Anpassungen
  • Parameter und Layout-Varianten
  • Kontextsensitive Hilfe
Besonders geeignet für: Projektteams, Key-User, zukünftige Endanwender:innen und Organisationen, die mit dem klassischen SAP GUI arbeiten oder eine ERP-Lösung bewerten.
Datenbanktechnik 1 Tag

SAP HANA Grundkurs

Der SAP HANA Grundkurs ist kein allgemeiner Anwenderkurs, sondern ein technischer Einstieg in die In-Memory-Datenbank. Er vermittelt grundlegende Konzepte und zeigt, wie einfache HANA-Modelle für Datenverarbeitung und Analyse aufgebaut werden. SAP-ERP-Grundwissen ist dabei von Vorteil.

Zentrale Themen:

  • In-Memory-Verarbeitung
  • Spaltenorientierte Speicherung
  • Code-to-Data-Prinzip
  • Entwicklungswerkzeuge und HANA Studio
  • Grafische Modellierung
  • Arbeit mit der SQL-Konsole
  • Attribute, Analytic und Calculation Views
  • Laden von Daten aus CSV-Dateien
  • Object Privileges
  • Analytic Privileges
Besonders geeignet für: Projektleiter:innen und Entscheider:innen, die die Fähigkeiten von SAP HANA technisch einordnen und grundlegende Modellierungs- und Datenbankkonzepte verstehen möchten.
Geschäftsprozesse 2 Tage

SAP von A bis Z für SAP S/4HANA

Diese Schulung vermittelt einen durchgängigen Überblick über zentrale Geschäftsprozesse in SAP S/4HANA. Sie zeigt das Zusammenspiel der beteiligten Module von Auftrag und Einkauf über Bestandsführung und Rechnungsprüfung bis zu Versand und Fakturierung. SAP-Grundkenntnisse werden vorausgesetzt.

Zentrale Themen:

  • Zusammenspiel der SAP-Module
  • Fiori Launchpad und rollenbasierte Apps
  • Organisationsstrukturen
  • Stammdaten im SAP-System
  • Zentraler Businesspartner
  • Auftragserfassung
  • Einkauf und gegebenenfalls Produktion
  • Bestandsführung und Rechnungsprüfung
  • Versand
  • Fakturierung
Besonders geeignet für: Projektteams, Key-User und zukünftige Endanwender:innen, die nach einer Grundlagenschulung ein integriertes Verständnis der Geschäftsprozesse in SAP S/4HANA aufbauen möchten.

Welche Schulung passt zu welcher Einstiegssituation?

EinstiegssituationBesonders geeignete SchulungErwarteter Lern- und Projektnutzen
Keine SAP-Erfahrung, zukünftige Arbeit mit SAP S/4HANA und Fiori SAP und Navigation FIORI Grundlagen Sicherer Einstieg in Oberfläche, Module, Organisationsdaten, Navigation und persönliche Einstellungen
Keine SAP-Erfahrung, Arbeit mit klassischer SAP GUI SAP Grundlagen + Navigation GUI Grundverständnis von SAP ERP sowie sichere Navigation und Ausführung grundlegender Funktionen
Technische Bewertung von SAP HANA SAP HANA Grundkurs Einordnung von In-Memory, Spaltenorientierung, Code-to-Data, Modellierung und Berechtigungen
Verständnis durchgängiger S/4HANA-Geschäftsprozesse SAP von A bis Z für SAP S/4HANA Überblick über Module, Organisationsstrukturen, Stammdaten und integrierte Prozessketten
Mitarbeit in einem S/4HANA-Einführungsprojekt als Key-User Fiori Grundlagen und anschließend SAP von A bis Z Verbindung von sicherer Systembedienung mit einem prozessübergreifenden Verständnis
Mitarbeit im technischen Projektmanagement SAP HANA Grundkurs und SAP von A bis Z Kombination aus Datenbankverständnis, Prozesskontext und Einordnung der SAP-S/4HANA-Plattform
Bewertung von SAP als neue ERP-Lösung SAP Grundlagen + Navigation GUI oder Fiori Grundlagen Praktischer Eindruck von Oberfläche, Navigation, Modulen und grundlegender Systemlogik
Aufbau eines gemeinsamen Kompetenzmodells im SAP-Projekt Rollenbezogene Kombination aller vier Schulungen Abgestimmte Kompetenzen für Bedienung, Geschäftsprozesse, Datenbanktechnik und Projektentscheidungen

Welche Einstiegsschulung liefert den größten direkten Nutzen?

Die beste Einstiegsschulung hängt nicht nur vom Erfahrungsstand ab. Entscheidend sind die spätere Rolle, die eingesetzte Benutzeroberfläche und die Frage, ob der Schwerpunkt auf Systembedienung, Geschäftsprozessen oder Datenbanktechnik liegt.

S/4HANA-Endanwender:innen

SAP und Navigation FIORI Grundlagen ist meist der beste Start. Die Schulung setzt keine SAP-Vorkenntnisse voraus und vermittelt die grundlegende Orientierung im modernen SAP-S/4HANA-System.

Klassische SAP-GUI-Nutzung

SAP Grundlagen + Navigation GUI liefert den unmittelbarsten Nutzen, wenn Benutzer:innen mit Transaktionen, klassischen Bildschirmmasken und SAP-ERP-Funktionen arbeiten.

Technische Projektrolle

Der SAP HANA Grundkurs eignet sich für Projektleiter:innen und Entscheider:innen, die die technische Grundlage von SAP HANA verstehen und ihre Möglichkeiten einschätzen müssen.

Prozess- und Projektverständnis

SAP von A bis Z für SAP S/4HANA bietet den größten Nutzen, wenn bereits erste SAP-Kenntnisse vorhanden sind und das Zusammenspiel der Geschäftsprozesse verstanden werden soll.

Empfohlene Reihenfolge der SAP-Einstiegsschulungen

Für viele Organisationen bietet sich ein dreistufiger Lernpfad an. Oberfläche und grundlegende Systemlogik werden zuerst vermittelt. Anschließend folgt das integrierte Prozessverständnis. Technische Rollen ergänzen den Lernpfad um SAP-HANA-Kenntnisse.

1

Bedienung und Orientierung

Je nach Systemlandschaft beginnt der Lernpfad mit SAP und Navigation FIORI Grundlagen oder SAP Grundlagen + Navigation GUI. Ziel ist die sichere Orientierung in Oberfläche, Modulen und Organisationsdaten.

2

Prozesse verstehen

SAP von A bis Z für SAP S/4HANA verbindet die Bedienkenntnisse mit durchgängigen Geschäftsprozessen, Organisationsstrukturen, Stammdaten und dem zentralen Businesspartner.

3

Technik gezielt ergänzen

Projektleiter:innen und Entscheider:innen ergänzen den Lernpfad mit dem SAP HANA Grundkurs, um Datenbankarchitektur, Modellierung, Rechteverwaltung und technische Möglichkeiten einzuordnen.

Rollenbasierter Lernpfad für SAP-Einsteiger:innen

Ein rollenbasierter Qualifizierungsplan verhindert, dass alle Teilnehmenden dieselben Inhalte erhalten, obwohl ihre Aufgaben deutlich voneinander abweichen. Besonders in größeren S/4HANA-Projekten sollten Navigation, Prozessverständnis und technische Grundlagen gezielt kombiniert werden.

  • Endanwender:innen in SAP S/4HANA beginnen mit SAP und Navigation FIORI Grundlagen. Anschließend folgen aufgabenspezifische Prozess- und Modulschulungen.
  • Endanwender:innen in klassischen SAP-ERP-Umgebungen starten mit SAP Grundlagen + Navigation GUI und vertiefen danach die für ihre Tätigkeiten relevanten Transaktionen und Geschäftsprozesse.
  • Key-User benötigen zunächst Navigationskompetenz und anschließend SAP von A bis Z für SAP S/4HANA, um modulübergreifende Abläufe und Abhängigkeiten zu verstehen.
  • Projektteams sollten eine gemeinsame Navigationsgrundlage aufbauen und danach die integrierten S/4HANA-Prozesse betrachten.
  • Projektleiter:innen profitieren von SAP von A bis Z für den fachlichen Kontext und vom SAP HANA Grundkurs für die technische Einordnung.
  • IT-Entscheider:innen benötigen vor allem einen Überblick über Prozessintegration, SAP-HANA-Konzepte, Berechtigungen, Datenverarbeitung und technische Möglichkeiten.
  • Organisationen in der ERP-Auswahlphase können mit einer Navigationsschulung einen praktischen Eindruck von Benutzeroberfläche, Modulen und grundlegender Systemlogik gewinnen.

Drei typische Einstiegsszenarien

SZENARIO 1

Einführung von SAP S/4HANA

Projektteam, Key-User und zukünftige Endanwender:innen müssen sich zunächst in Fiori orientieren und anschließend die integrierten Prozesse verstehen.

Empfehlung: SAP und Navigation FIORI Grundlagen, danach SAP von A bis Z für SAP S/4HANA.

SZENARIO 2

Einstieg in eine bestehende SAP-GUI-Umgebung

Neue Mitarbeitende benötigen sichere Navigationskenntnisse und ein grundlegendes Verständnis von Modulen, Organisationsdaten und Transaktionen.

Empfehlung: SAP Grundlagen + Navigation GUI, anschließend rollen- und modulspezifische Vertiefungen.

SZENARIO 3

Technische Bewertung von SAP HANA

Projektleitungen und Entscheider:innen möchten In-Memory, Spaltenorientierung, Datenmodellierung und Berechtigungen grundlegend einordnen.

Empfehlung: SAP HANA Grundkurs, bei Bedarf ergänzt um SAP von A bis Z für den fachlichen Prozesskontext.

Weiterbildung mit dem Einführungsprojekt verbinden

Der Lernerfolg steigt, wenn die Schulungen nicht isoliert stattfinden. Übungen und Nachbereitung sollten mit den tatsächlichen Rollen, Geschäftsprozessen, Benutzeroberflächen und Projektphasen verbunden werden.

1. Rollen bestimmen

Endanwender:innen, Key-User, Projektteam, Projektleitung und technische Entscheider:innen getrennt betrachten.

2. Systemzugang klären

Festlegen, ob Fiori, klassische SAP GUI oder beide Benutzeroberflächen eingesetzt werden.

3. Prozesse zuordnen

Relevante Geschäftsprozesse, Organisationseinheiten, Stammdaten und Rollen in den Lernpfad aufnehmen.

4. Transfer sichern

Nach der Schulung Übungen, Prozesssimulationen, Praxistage oder begleitete Arbeit im Testsystem einplanen.

Wie lässt sich der Lernerfolg messen?

Teilnahme und Zertifikat allein zeigen noch nicht, ob Einsteiger:innen sicher mit SAP arbeiten können. Aussagekräftiger sind beobachtbare Verbesserungen im Arbeits- und Projektalltag.

MessbereichMögliche KennzahlErwartete Wirkung der Weiterbildung
Navigation Zeit bis zum Auffinden einer App oder Transaktion Schnellere und sicherere Bedienung der vorgesehenen Oberfläche
Anwenderfehler Zahl fehlerhafter Eingaben und Supportanfragen Besseres Verständnis von Bildschirmaufbau, Datenfeldern und Prozessschritten
Prozessverständnis Korrekte Zuordnung von Aufgaben, Modulen und Folgeprozessen Weniger Missverständnisse an Übergängen zwischen Fachbereichen
Key-User-Kompetenz Anteil intern beantwortbarer Anwenderfragen Geringere Abhängigkeit von Projektteam und externem Support
Projektkommunikation Zahl ungeklärter Begriffe, Rollen und Prozessabhängigkeiten Gemeinsames Verständnis von Modulen, Stammdaten, Organisationsstrukturen und Systemfunktionen
Technische Einordnung Qualität technischer Anforderungen und Entscheidungen Realistischere Einschätzung der Möglichkeiten und Grenzen von SAP HANA
Onboarding Zeit bis zur selbstständigen Aufgabenerfüllung Strukturierter Einstieg und schnellere operative Einsatzfähigkeit

Häufige Fehler bei der Auswahl einer Einstiegsschulung

  • HANA und S/4HANA gleichsetzen: Der SAP HANA Grundkurs behandelt die Datenbanktechnik und ersetzt keine Anwender- oder Prozessschulung für SAP S/4HANA.
  • Die falsche Oberfläche trainieren: Eine GUI-Schulung ist nicht automatisch der beste Einstieg, wenn Mitarbeitende anschließend hauptsächlich mit Fiori arbeiten.
  • Prozesswissen zu früh voraussetzen: Ohne grundlegende Orientierung in Oberfläche und Systemlogik können komplexe Prozessschulungen Einsteiger:innen überfordern.
  • Alle Rollen gleich qualifizieren: Endanwender:innen, Key-User, Projektleitungen und technische Entscheider:innen benötigen unterschiedliche Schwerpunkte.
  • Nur Navigation vermitteln: Key-User und Projektteams benötigen zusätzlich Wissen zu Organisationsdaten, Stammdaten, Modulen und Prozessabhängigkeiten.
  • Keinen Praxistransfer planen: Ohne Übungen im Testsystem und Bezug zu realen Aufgaben geht ein Teil des Schulungswissens schnell verloren.
  • Vorkenntnisse nicht prüfen: SAP von A bis Z setzt SAP-Grundkenntnisse voraus; für vollständige Einsteiger:innen sollte daher zuerst ein Navigationskurs vorgesehen werden.

Offene Schulung oder Firmenseminar?

Beide Lernformate können für den Einstieg geeignet sein. Die Entscheidung hängt vor allem von Teilnehmerzahl, Systemlandschaft, Rollenverteilung und gewünschtem Projektbezug ab.

KriteriumOffene SchulungFirmenseminar
Teilnehmende Einzelne Mitarbeitende oder kleine Gruppen Projektteam, Key-User-Gruppe oder größere Anwendergruppe
Inhalt Standardisiertes und erprobtes Curriculum Anpassung an Rollen, Prozesse, Module und Systemlandschaft
Übungen Allgemeine SAP- und Navigationsszenarien Möglichkeit zur Orientierung an unternehmensnahen Abläufen
Austausch Erfahrungen aus unterschiedlichen Organisationen Gemeinsames Verständnis innerhalb des eigenen Teams
Besonders sinnvoll Individueller Einstieg und allgemeiner Kompetenzaufbau SAP-Einführungen, Migrationen, Rollouts und abgestimmte Key-User-Programme

Empfehlung für Unternehmen und Behörden

Für eine SAP-S/4HANA-Einführung sollte die Qualifizierung nicht mit einem einheitlichen Kurs für alle Beteiligten beginnen. Endanwender:innen benötigen eine sichere Navigation in der tatsächlich eingesetzten Oberfläche. Key-User und Projektteams sollten darauf aufbauend integrierte Prozesse, Organisationsstrukturen und Stammdaten verstehen.

Projektleiter:innen und Entscheider:innen benötigen zusätzlich einen technischen Überblick über SAP HANA. Dieser hilft ihnen, Architektur-, Daten-, Berechtigungs- und Modellierungsfragen fundierter einzuordnen, ohne selbst Datenbankentwickler:innen werden zu müssen.

Besonders wirksam ist ein rollenbasierter Lernpfad, der unmittelbar mit Testsystem, Prozessworkshops, Key-User-Konzept, Berechtigungsplanung und dem späteren Rollout verbunden wird.

Zusammenfassung

Für vollständige Einsteiger:innen in einer modernen SAP-S/4HANA-Umgebung ist SAP und Navigation FIORI Grundlagen meist der geeignetste Startpunkt. In klassischen SAP-ERP-Umgebungen empfiehlt sich SAP Grundlagen + Navigation GUI.

SAP von A bis Z für SAP S/4HANA ist besonders geeignet, wenn erste SAP-Kenntnisse vorhanden sind und modulübergreifende Geschäftsprozesse verstanden werden sollen. Der SAP HANA Grundkurs richtet sich dagegen vor allem an Projektleiter:innen und Entscheider:innen mit technischem Informationsbedarf.

Den größten Gesamtnutzen erzielt eine Organisation durch einen rollenbasierten Lernpfad: zuerst die passende Benutzeroberfläche, anschließend das integrierte Prozessverständnis und für technische Rollen ergänzend die Grundlagen von SAP HANA.

Autor: Florian Deinhard Autor

LinkedIn Profil von: Florian Deinhard Florian Deinhard

Artikel erstellt: 05.08.2026
Artikel aktualisiert: 05.08.2026

zurück zur Übersicht

 
 
 
Diese Seite weiterempfehlen:
0
Merkzettel öffnen
0
Besuchsverlauf ansehen
IT-Schulungen.com Control Panel