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it innovations hat für die Quelle Bauspar AG ein innovatives Risk-Managementsystem auf Basis eine Data Warehouses realisiert.
Die
Quelle Bauspar AG hat sich damit für den renommierten
Best-Practice-Award - die Auszeichnung für die beste deutschsprachige
Business-Intelligence-Lösung beworben.
Das BARC-Institut
(www.barc.de) vergibt seit einigen Jahren diesen Auszeichnung für die
beste deutschsprachige Lösung im BI-Bereich.
In diesem Jahr haben sich folgende Firmen dafür beworben:
AOK
Baden-Württemberg, Amcor Rentsch Group, Aventis Pharma Deutschland,
Bremer Werk für Montagesysteme, DekaBank, DB Real Estate Investment,
Hoffmann-La Roche, HUBER + SUHNER, NT plus, QUELLE Bausparkasse, Thomas
Cook, WestLB.
Die Jury ist hochkarätig mit Wissenschaftlern und Praktikern beschäftigt:
Dr. Wolfgang Behme Continental AG
Prof. Dr. Peter Chamoni Universität Duisburg und TDWI e.V.
Dr. Barbara Dinter Universität St. Gallen
Andreas Hahn Hahn & Zwerger Marketing und Organisator CeBIT Forum Business Intelligence
Prof. Dr. Hans-Georg Kemper Universität Stuttgart
Dietmar Köthner is report
Prof. Dr. Andreas Seufert Fachhochschule Ludwigshafen und Institut für Business Intelligence
Dr. Carsten Sapia BMW AG
Vorsitz: Dr. Carsten Bange BARC
Die Preisvergabe erfolgt am 14.03.2005 auf der Cebit.
In diesem Jahr wurde aufgrund der großen Bedeutung von BI auf der Cebit
speziell ein eigenes Forum eingerichtet http://www.forum-bi-km.com/.
Risk-Management für die Quelle Bauspar AG auf Basis eines Data Warehouses
Die
Quelle Bausparkasse, Fürth, ist seit 1990 erfolgreich am Markt. Sie war
die erste Direkt-Bausparkasse Deutschlands, Pionier bei der
Direkt-Baufinanzierung und dem Internet-Angebot.
Die Gegenwart der Finanzinstitute ist geprägt von Wandlungen der bankaufsichtlichen Anforderungen, die mit den Schlagworten BASEL II und MaK
(Mindestanforderungen an das Kreditgeschäft der Kreditinstitute)
diskutiert werden. Ziel dieser neuen Regelungen ist es, das
Risk-Management der Finanzdienstleister zu verbessern und Risiken
früher zu erkennen.
BASEL II
Zukünftig wird das
erforderliche Eigenkapital, das Bausparkassen zur Unterlegung von
Kreditrisiken vorhalten müssen, in stärkerem Maß von der jeweiligen
Bonität der Kreditnehmer abhängen. Des weiteren werden Bausparkassen
zum ersten Mal verpflichtet sein, explizit Kapital für operationelle
Risiken zu halten.
Die Quelle Bauspar AG hat sich 2003 mit acht
weiteren Bausparkassen in der Bundesrepublik zu einer
„Basel-II-Bausparkassen-GbR" zusammengeschlossen. Diese beauftragte die
Ernst & Young AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft für Bausparkassen
eine Branchenregelung für Basel II zu realisieren und sie bei der
Basel-II-Umsetzung zu unterstützen. Eine wesentliche Voraussetzung zur
Entwicklung der angestreben Scorekarten ist die zur Verfügung stehende
Datengrundlage.
Mindestanforderungen an das Kreditgeschäft der Kreditinstitute (MaK)
Im
Dezember 2002 hat die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht
(BaFin) mit dem RS 34/2002 die MaK in Kraft gesetzt, um die Risiken aus
dem Kreditgeschäft zu begrenzen. Auf der Grundlage des § 25a Abs. 1
Kreditwesengesetz (KWG) formulieren die MaK einzel- sowie
gesamtgeschäftsbezogene Regelungen für ein angemessenes internes
Risikomanagementsystem und -kontrollsystem.
Um die verschiedenen Risiken zu ermitteln, ist eine Vielzahl von Daten notwendig.
Risk-Management-Informationssystem
Neben den gesetzlichen Anforderungen bestand auch unternehmensintern der Bedarf
an einem flexiblen, intuitiv zu bedienendem
Management-Informationssystem. Das schnelle Wachstum von Quelle
Bausparkasse (1990 gegründet; 2003 bereits 1,2 Mrd. € Bilanzsumme),
generierte eine Vielzahl von Daten (Kunden, Interessenten,
Bausparverträgen usw.).
Die operativen Systeme boten in der Regel nur Standardauswertungen,
welche für die Entscheidungsunterstützung häufig nicht geeignet waren.
Auswertungen über die Datenbestände mehrerer operativer Programme waren
nicht möglich.
Neben der Geschäftsleitung waren die Vertriebs-
und Marketingabteilung, das Controlling, das Risk-Management sowie die
Interne Revision interessiert, die vorhandenen Daten zu analysieren und
in der Entscheidungsfindung zu berücksichtigen.
Forderungsverkauf und Sicherheitenverteilung
Bei
der Kreditvergabe müssen die Bausparkassen neben den Risiken auch
beachten, dass die Darlehen nur in einem bestimmten Verhältnis zur
Eigenkapitalhöhe vergeben werden darf (Eigenkapitalunterdeckung).
Um
das zügige Neugeschäfts- und Bestandswachstum der Quelle Bauspar AG
nicht zu bremsen, werden u.a. auch Forderungen an Kreditinstitute
verkauft. Die dadurch verbesserte Eigen-/Fremdkapitalquote erlaubt die
zusätzliche Vergabe von Baufinanzierungs-Darlehen.
Das zentrale
operative System zur Vertragsverwaltung (KBS) bildet einen
Forderungsverkauf nicht ab. Ein solcher Verkauf ist aber detailliert zu
protokollieren und hat grundlegenden Einfluss auf die Daten eines
Darlehens. So werden beispielsweise bei einem anteiligen Verkauf einer
Darlehens-Forderung auch die dazugehörigen anteiligen Sicherheiten an
den Forderungskäufer übertragen. Die verbleibenden Sicherheiten sind
folglich entsprechend aufzuteilen.
Auswertungen, die auf dem
Datenbestand des operativen System (KBS) basieren, sind folglich nicht
mehr aktuell. Es wird deswegen eine Datenbasis benötigt, die hierzu
Informationen vorhält.
Die Lösung:
2003 entschloss
sich der Vorstand der Quelle Bauspar AG gemeinsam mit it innovations
GmbH eine Lösung zu realisieren, welche die oben genannten
Anforderungen (Basel II, MaK, MIS etc.) bestmöglich abbildet.
Das
System sollte so flexibel sein, dass auch zukünftige interne und
externe Anforderungen problemlos und schnell umgesetzt werden können.
Veränderte Anforderungen von Ernst & Young zu „Basel II" können damit ohne großen Aufwand erfüllt werden.
Anstelle
des Aufbaus eines multidimensionalen Data Warehouses wurde ein
unternehmensweites Datenmodell unter Berücksichtung aller relevanter
operativer Datenquellen und spezifischer Anforderungen
(PD-/LGD-Datenmodell für Basel II) konzipiert.
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Abb.: Architektur der Risik-Management-Lösung
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Damit
war die Grundlage geschaffen, dass auch Anforderungen wie es sich aus
dem Forderungsverkauf und der Sicherheitenverteilung ergaben (wie z.B.
Sicherheitensplitting, Aufteilung von Zahlungs-Rückständen,
Protokollierung), gelöst werden konnten.
Veränderungen und
Ergänzungen der importierten Daten, die durch die
Sicherheitenverteilungen und dem Forderungsverkauf initiiert werden,
werden wieder im relationalen Data Store abgespeichert.
Mit
diesem „erweiterten Datenbestand" steht somit ein einheitlicher,
zentraler und vor allem vollständiger Datenbestand zur Verfügung.
Für die Sicherheitenverteilung wurden Logiken entwickelt, die vollautomatisiert ablaufen und die Datenbestände bearbeiten.
Mit .NET wurde eine Applikation entwickelt, die der Unterstützung der Mitarbeiter beim Forderungsverkauf dient.
Für
die unterschiedlichen Adressatenkreise im Unternehmen wurden je nach
Bedarf relationale Datenbestände (z.B. für Reports für die
Rechnungswesenabteilung oder zur Versorgung der Scorecards für Basel
II) oder multidimensionale Data Marts (z.B. für MaK) aufgebaut.
Zur Analyse der multidimensionalen Daten wird das OLAP-Frontend ProClarity Analytics Server (5.3) verwendet.
Die
Reportinganforderungen wurden mit teil-flexiblen Reports, die mit den
Microsoft Reporting Services 2000 realisiert worden sind, und mit
Microsoft Excel durchgeführt.
Das Extrahieren, Laden und
Transformieren (ELT) der Daten aus den operativen Datenquellen in das
Data Store erfolgt mit folgenden
Techniken:XCOM Terminaldienst
zum Holen der Daten von Hostdatenquellen Microsoft SQL Server 2000 Data
Transformation Services Transact SQL Routinen
Die voll-automatisierten Vorgänge bestücken täglich das Data Store.
Der Datenbestand beträgt aktuell ca. 30 GB an Rohdaten.
Um
die Entwicklung der Merkmale von Bauspardarlehn (wie z.B. Entwicklung
des Darlehensaldos, Veränderungen von Sicherheiten, Verkauf von
Forderungen) im Zeitablauf nachvollziehen zu können, werden die Daten
täglich historisiert und archiviert.
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Abb. Entwickung der Produkte
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Die relationale Datenhaltung im Data Store wurde mit dem Microsoft SQL Server 2000 Enterprise Edition realisiert.
Die Cubes, Dimensions, Measures für die Data Marts werden mit dem Microsoft Analysis Server aufgebaut und berechnet.
Der Vorteil:Erfüllung der gesetzlichen Anforderungen
Ohne
das Data Warehouse könnten bestimmte Anforderungen von Basel II nicht
erfüllt werden, da das operative Vertragsverwaltungssystem die
benötigten Informationen nicht liefern kann. Als Konsequenz dürfte die
Quelle Bauspar AG einige Leistungen nicht mehr erbringen.
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Abb. Sicherheiten nach Bewilligungsdatum
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Schnelle Umsetzung neuer Anforderungen
Die
Leistungsfähigkeit und Flexibilität des Data Warehouse-Konzept zeigt
sich darin, dass modifizierte Spezifikationen von Ernst & Young im
Rahmen des Basel-II-Projekts sehr schnell und ohne großen Aufwand
erfüllt werden können. Im Vergleich zu den anderen Bausparkassen der
„Basel-II-Bausparkassen-GbR" kann die Quelle Bauspar AG solche
Modifikationen mit am schnellsten erfüllen.
Schnelle Analysen durch die Fachabteilung
Die
Fachabteilungen können selbständig die benötigten Auswertungen
zusammenstellen und Analysen vornehmen. Die IT-Abteilung wird nicht
mehr dazu benötigt.
Dies wurde v.a dadurch erreicht, indem ein
einfach zu bedienendes Auswertungs-Werkzeug zur Verfügung gestellt
wurde (ProClarity). Wie einfach solche Analysen zu erstellen sind,
zeigt sich am Beispiel von Herrn Berner: Der Direktor Risk Management
hatte innerhalb kürzester Zeit ca. 40 Auswertungen zu den MaKs mit
ProClarity selbständig erstellt.
Die Einführung einheitlicher
Begriffsdefinitionen und deren Abbildung in einem Data Dictionary
erleichtert die Analysen und die Verständigung im Unternehmen.
Die
Entscheidungsfindung im Unternehmen ist insgesamt beschleunigt
worden.Generierung zusätzlicher Geschäfte durch den Forderungsverkauf
Das Data Warehouse ermöglicht es der Quelle Bauspar AG auch zusätzliches Geschäft zu generieren.
Aufgrund
der im Data Warehouse implementierten Logik für die
Sicherheitenverteilung und den Forderungsverkauf können jetzt
grundsätzlich Forderungen an andere Kreditinstitute verkauft werden.
Die dadurch entlastete Eigenkapitalquote erlaubt es, zusätzliche
Darlehen zu vergeben. Kosten - Nutzen-Verhältnis
Positiv bei der Realisierung wirkte die überschaubare Größe der Quelle Bauspar AG.
Deswegen
wurde trotz der Größe und Komplexität des Projekts sehr schnell und
erfolgreich ein umfassendes Data Warehouse mit verschiedensten
Analysemöglichkeiten aufgebaut.
Die Potenziale dieser Lösungen, die sich ergeben durch
- Zeitersparnisse (Zugriff auf bedarfsgerechte, aktuelle Informationen)
- schnellere Berichtserstattung
- Effizienzsteigerung bei der Entscheidungsfindung
werden intensiv ausgenutzt.
Durch die Risikoanalysen können die Gefahren für das Unternehmen reduziert werden.
Mit der Ermöglichung des Forderungsverkaufes kann zusätzliches Neu-Geschäft generiert werden.
Zusammenfassung:
Das Projekt und die Lösung können eine sehr gute Kosten-Nutzen-Relation vorweisen.
Zentrales Data Warehouse vs. dezentraler, isolierter Data Marts
Die
Quelle Bauspar AG hat sich anstelle des Aufbaus mehrerer, isolierter
Data Marts für ein umfassendes, zentrales Data Warehouse entschieden.
Trotz
der damit verbundenen umfassenden konzeptionellen Arbeiten hat das
Unternehmen diesen aufwendigeren Lösungsweg beschritten.
Die
Lösung der komplexen Aufgabenstellung (wie z.B. die Zusammenführung der
Daten aus den verschiedenen Host-Systemen, die Modellierung eines
unternehmensweiten, relationalen Datenmodells, die Ermittlung der
verschiedenen internen und gesetzlichen Anforderungen) wurde als Chance
begriffen.
Durch diesen Kraftakt wurde eine Datenbasis im
Unternehmen aufgebaut, die die importierten Datenbestände aus den
operativen Systemen so zur Verfügung stellen, wie es nur in
integrierten Anwendungen vorzufinden ist.
Zudem konnte eine
Vereinheitlichung der Begriffsverwendung, die in der Vergangenheit in
den operativen Systemen und in den Fachabteilungen unterschiedlich
genutzt und interpretiert wurden, erreicht werden.
Die Vorteile
des gewählten Ansatzes zeigten sich auch sehr schnell: Nachdem das
zentrale, unternehmensweite Data Warehouse aufgebaut war, konnten Data
Marts, Reports usw. sehr schnell aufgebaut werden. Veränderte
Anforderungen (wie z.B. aus dem Basel-II-Projekt) können jetzt sehr
schnell realisiert werden.
Best Practice Award
Das
BARC-Institut (www.barc.de) vergibt seit einigen Jahren diesen
Auszeichnung für die beste deutschsprachige Lösung im BI-Bereich.
In diesem Jahr haben sich folgende Firmen dafür beworben:
AOK
Baden-Württemberg, Amcor Rentsch Group, Aventis Pharma Deutschland,
Bremer Werk für Montagesysteme, DekaBank, DB Real Estate Investment,
Hoffmann-La Roche, HUBER + SUHNER, NT plus, QUELLE Bausparkasse, Thomas
Cook, WestLB.
Die Jury ist hochkarätig mit Wissenschaftlern und Praktikern beschäftigt:
Dr. Wolfgang Behme Continental AG
Prof. Dr. Peter Chamoni Universität Duisburg und TDWI e.V.
Dr. Barbara Dinter Universität St. Gallen
Andreas Hahn Hahn & Zwerger Marketing und Organisator CeBIT Forum Business Intelligence
Prof. Dr. Hans-Georg Kemper Universität Stuttgart
Dietmar Köthner is report
Prof. Dr. Andreas Seufert Fachhochschule Ludwigshafen und Institut für Business Intelligence
Dr. Carsten Sapia BMW AG
Vorsitz: Dr. Carsten Bange BARC
Die Preisvergabe erfolgt am 14.03.2005 auf der Cebit.
In diesem Jahr wurde aufgrund der großen Bedeutung von BI auf der Cebit
speziell ein eigenes Forum eingerichtet http://www.forum-bi-km.com/. |
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