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- 1. Was ist ein Portal
Durch
die extrem wettbewerbsintensive Situation müssen Unternehmen heutzutage
schnelle, effiziente und kosteneffektive Methoden bereitstellen, um
Mitarbeitern, Geschäftspartnern und Kunden einen zeitnahen Zugriff auf
Informationen und Ressourcen zu ermöglichen.
Portale sind dafür sozusagen die Zentrale zur Abwicklung der gesamten Geschäftskommunikation.
Ein
Portal ist ein Zugang, der - in Abhängigkeit der Rolle eines Benutzers
- den Zugriff auf die vielfältigen Informationen und Anwendungen
innerhalb eines Unternehmensnetzwerks steuert und verwaltet.
2. Portal-Typen
Portale
werden häufig auf benutzerspezifische Interessen ausgerichtet, ähnlich
wie im traditionellen Geschäftsleben, wo man unterschiedliche
Interessengruppen mit unterschiedlichen Informationen und
Dienstleistungen versorgt.
Aus Sicht der Benutzer differenziert man heute die drei folgenden Portal-Arten:
Business-to-Employee Portale (B2E / Mitarbeiterportal),
Business-to-Business Portale (B2B) und
Business-to-Consumer Portale (B2C).
A S I S T E I N P O R T A L ?
B2E Portale (Mitarbeiterportal)
Über
ein B2E Portal können Mitarbeiter mobil oder per Fernzugriff
Unternehmensdaten nutzen. Insbesondere für Außendienstmitarbeiter sind
B2E Portale eine erhebliche Arbeitserleichterung; haben sie doch damit
einen schnelleren, flexibleren und vor allen Dingen profilspezifischen
Zugriff auf stets aktuelle Informationen - eine hervorragende Basis für
eine optimale Kundenbetreuung.
B2B Portale
Ein B2B
Portal richtet sich an Geschäftspartner eines Unternehmens - also
Lieferanten, Hersteller, Händler oder Wiederverkäufer. Je nach Status
und Aufgabe hat jeder Portal-Benutzer Zugriff auf die für ihn
relevanten Informationen: Preise, Einkaufs- und Lieferprogramme,
Verfügbarkeiten, Lagerbestände, Produktionszyklen, Sendungsverfolgung
uvm. Der ökonomisch bedeutendste Nutzen eines B2B Portals liegt in der
optimalen Gestaltung der gesamten Wertschöpfungskette, da alle
Geschäftspartner auf einer einheitlichen und stets aktuellen
Informationsplattform agieren. Optimierungspotenzial liegt z. B. im
Beschaffungsmanagement - durch E-Procurement - oder in der Verzahnung
von Produktions- und Logistikprozessen - durch Integrated Supply Chains.
Aus Sicht der IT stehen dafür Back-End Integration, kundenspezifische Anpassungen und Sicherheitsaspekte im Vordergrund.
B2C Portale
Ein
B2C Portal richtet sich an Konsumenten und Interessenten. Seine Aufgabe
ist E-Commerce, also der Verkauf von Waren und Dienstleistungen, und
Customer Relationship Management (CRM), also die Pflege der
Kundenbeziehungen und ein umfassender Service für den Kunden. Beispiele
dafür sind: der online Zugriff auf Unternehmens-, Produkt-,
Serviceinformationen, technische Unterstützung, Abfrage von Bestell-
und Lieferdaten, eigenes Kundenkonto. Bei B2C Portalen ist eine hohe
Web-Performance besonders wichtig, die auch bei höchsten Nutzerraten
gewährleistet ist. Lange Ladezeiten von Web-Sites, mangelnde
Verfügbarkeiten oder veraltete Informationen wirken sich
erfahrungsgemäß äußerst nachteilig aus. Für die IT-Infrastruktur
bedeutet dies: sichere, hochverfügbare und skalierbare Plattformen,
Personalisierung, CRMLösungen und Front-Office Integration.
3. Anforderungen von Unternehmen an Portalen
Aufgrund
der wirtschaftlichen Lage und die zunehmenden Prozessorientierung der
Unternehmen liegt der Focus der Unternehmen vermehrt auf
Portal-Funktionen, die Kosten senken und die Geschäftsprozesse
unterstützen oder sogar automatisieren.
Hinzu kommen Anforderungen an eine bessere Nutzbarkeit des Portals und damit einer
besseren Integration mit den vorhandenen Applikationen.
Als eins der wichtigsten Merkmale eines Portals wird
die Personalisierbarkeit
auf ein integriertes Prozessmanagement gelegt.
Die Gründe dafür sind einfach zu erklären.
Durch die Personalisierung
verringert sich der Suchaufwand des Portalbenutzers, was zu einer
höheren Produktivität und zur schnelleren Entscheidungsfindung
beiträgt. Damit wiederum lassen sich Prozesse verkürzen und die Kosten
senken.
Ähnlich verhält es sich mit dem Prozessmanagement
innerhalb eines Portals. Wenn der Benutzer in die Lage versetzt wird,
ganze Prozesse innerhalb eines Portals abzuwickeln, verringert sich die
Notwendigkeit andere Quellen zu nutzen, manuelle Prozessschritte
auszuführen oder sich mit den vorhandenen Applikationen auszukennen.
Konkret bedeutet das etwa bei Mitarbeitern die Verringerung von
Schulungskosten und fehlerfreiere Prozesse, bei Kunden den
schnelleren Abschluss von Transaktionen oder verringerte Servicekosten.
Damit
sind Personalisierung und das Prozessmanagement die Funktionen, die ein
Portal für das Unternehmen erst berechenbar machen und tatsächlich auch
einen betriebswirtschaftlichen Nutzen im Sinne eines ROI garantieren.
Weitere
Anforderungen, die in innovativen Unternehmen derzeit geprüft werden
ist etwa die Zusammenarbeit über Abteilungs- Sparten oder auch
Unternehmensgrenzen hinweg mittels eines Portals (Collaboration), da
dadurch weitere Kostensenkungen durch Synergien zwischen den
Abteilungen erwartet werden und auch die Integration über IT-Systeme
hinweg (Composite Applications). Mit all diesen Funktionen sind
Kostenreduktionen über das gesamte Unternehmen
hinweg von bis zu
35% zu realisieren. (Quelle: MetaGroup: .E-Environments: Der Aufbau von
Portal Frameworks., 2002; Martin Butler; Butler Group, April 2003)
4. Vergleich von Anforderungen und realisierten Ergebnissen
Beim
Vergleich zwischen den Anforderungen eines Unternehmens und den
tatsächlich durch ein Portal realisierten Ergebnissen fällt auf, dass
die Anforderungen nach Kostenersparnis und Prozessintegration die
höchste Erfolgsquote haben, diese Anforderungen also am ehesten
erreicht werden können.
Demgegenüber gibt es immer noch einen
Bruch zwischen den gewünschten und anschließend tatsächlich
realisierten Funktionen. Dies liegt sicher unter anderem daran, dass
viele Portalhersteller sich auf bestimmte Schwerpunkte fokussieren, die
oftmals an den konkreten Kundenwünschen vorbei gehen. Zudem sind viele
der Produkte sehr starr und erlauben nur in einem
begrenzten Umfang funktionale Erweiterungen. (Quelle: UnilogIntegrata: .Portal2003 . Eintagsfliege oder Business Enabler)
An
dieser Stelle sollten Unternehmen vor allem nach Lösungen schauen, die
eine funktionale Erweiterung über Zusatzkomponenten erlauben. Denn nur
wenn die Funktionalität eines Portals stimmt, wird es auch von den
Mitarbeitern angenommen.
4. Funktionen eines Portals Die
Abweichung zwischen der gewünschten Funktionalität und der tatsächlich
vorhandenen bzw. umgesetzten Funktionalität mag unter anderem daran
liegen, dass die Vorstellungen über die gewünschte Portalfunktionalität
sehr unterschiedlich sind.
Deshalb ist es auch schwer ein
allgemeingültiges Modell für die abgedeckten Funktionen eines Portals
zu ermitteln. Unternehmen bleibt damit nichts weiter übrig, als sich
ein eigenes Modell zusammenzustellen und den Abdeckungsgrad mit den
vorhandenen Produkten zu überprüfen.
Typische Funktionalitäten eines Portals sind im folgenden aufgeführt:
Verwaltung von Inhalten (Content/Dokumenten Management)
Collaboration
Knowledge Management
Suchfunktionen
Personalisierung
Zugriff
Sicherheit Verzeichnis (Directory) Integration
Architektur (Quelle: in Anlehnung an abaXX 2002) Verwaltung von Inhalten (Content /Dokumenten Management)
Das
Content Management ist entscheidend für die gesamte Verwaltung eines
Portals und deckt den kompletten Lebenszyklus von publizierten
Informationen in einem Portal ab. Das Content Management umfasst die
Erstellung von Informationen, ihre Zusammenwirkung mit den Workflows,
die Versionskontrolle, die Bereitstellung und die Publikation neuer und
aktualisierter Inhalte. Diese bestehen meistens aus
unternehmensinternen, für den Portal-Benutzer interessante Daten,
können aber auch aus externen Quellen stammen. Da also der Inhalt eines
Portals aus den unterschiedlichsten Quellen kommen kann, ist das
Content Management extrem wichtig, um fehlerhafte und nicht genehmigte
Inhalte zu vermeiden.
Collaboration
Der
Funktionsbereich Collaboration ist sicher der derzeit am unschärfsten
definierte. In diesen Bereich fallen unter anderen Funktionen wie
Projektmanagement, email Management, Newsgroups, Instant Messaging, Web
Meetings, Personensuche, Kalender und das Aufgabenmanagement. Knowledge
Management Am weitesten von einer produktiven Abbildung entfernt ist
sicher ein umfassendes Knowledge Management in einem Portal, welches
weit über die (intelligente) Volltestsuche hinausgeht. Zu den
Funktionen zählen dabei unter anderem Topic Maps, die Abhängigkeiten
von Themen untereinander visualisieren oder auch mathematische
Algorithmen (etwa Entscheidungsbäume oder Scoringverfahren), die Wissen
aus Prozessen und Inhalten extrahieren können und so schnellere und
bessere Arbeitsergebnisse liefern können. Diese Mechanismen dienen aber
auch dazu, um etwa dynamische Produktangebote oder Pricingmechanismen
abzubilden. Suchfunktionen Die am meisten genutzte Funktion eines
Portals ist die Suche. Diese muss dementsprechend leistungsfähig sein,
also sowohl nach, als auch innerhalb von Dokumenten und nach
Mitarbeitern suchen können. Dabei muss sie eine scharfe, ebenso wie
eine unscharfe Suche unterstützen und die Ergebnisse rechteabhängig
aufbereiten können. Personalisierung Personalisierung bedeutet die
dynamische Anpassung eines Portals an Nutzerspezifika und
Nutzerwünsche. Dabei wird sowohl regelbasiert personalisiert, als auch
über fest definierte Profile. Vorteil der Personalisierung ist die sehr
viel genauere und spezifischere Nutzeransprache, so dass der Nutzer
Zeit und Aufwand spart, was zu einer höheren Produktivität oder auch zu
höheren Umsätzen führt. Zugriff Im Bereich des Zugriff spielt vor allem
das Single-Sign On eine Rolle, also die
applikationsübergreifende Anmeldung durch das Portal. Weitere
Funktionen sind das User und Device Management, die zum einen die
Profile der Benutzer steuern und zum anderen den Zugriff durch
unterschiedliche Kanäle und Endgeräte erlauben.
Sicherheit
Sicherheit
ist eines der Kernthemen eines Portals. Der Sicherheitsaspekt bezieht
sich auf viele unterschiedliche Funktionalitäten. Dazu zählen die
Authentifizierung, die Verschlüsselungen der Kommunikation zwischen
Benutzer und Portal, individuelle Zugriffsberechtigungen eines
Benutzers auf bestimmte Inhalte und Anwendungen und zentral hinterlegte
Virenschutzprogramme zur Datensicherheit.
Verzeichnis (Directory)
Die
meisten Portale nutzen in irgendeiner Weise ein Directory als zentralen
Datenspeicher bzw. als Repository. Dieses Directory kann ein LDAP
Directory Server sein, beispielsweise von iPlanet, oder eine Datenbank,
z. B. von Oracle. Directories haben die Aufgabe, alle zu einem Portal
und seinen Benutzern gehörigen Informationen in einem definierten
Bereich abzulegen und zu verwalten: Benutzerprofile samt
Authentifizierung und Zugangserlaubnis zu den entsprechenden
Informationen und Anwendungen. Integration Zu den Funktionen der
Integration gehören neben den allseits bekannten vordefinierten
Portlets für unterschiedliche Quellen auch die einfache Entwicklung
eigener Portlets, die Verwendung von Standardtechnologien zur
Integration externer und interner Systeme und die Unterstützung von
WebServices.
Architektur
Die Architektur eines
Portals spielt vor allem für die IT-Abteilung eine Rolle. Damit ein
Portal in die vorhandene IT-Landschaft integriert werden kann, soll das
Portalprodukt gängige Standards unterstützen (etwa J2EE) eine offene
und anpassbare Architektur haben und das Unternehmen nicht in eine
Monokultur und zu starke Abhängigkeit von einem Leferanten zwingen. Aus
diesem Grund ziehen Unternehmen immer mehr appliaktionserverunabhängige
Portalprodukte den Gesamtangeboten großer Anbieter vor.
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6.
Vorgehensmodell Zielsetzung eines Portalsprojekts ist nicht die
Einführung einer Portal-Software. Statt dessen steht die Unterstützung
und Optimierung von Geschäftsprozessen im Vordergrund. Und wie jede
andere Investition im Unternehmen muss auch ein solches Projekt
betriebswirtschaftlich gerechtfertig sein.
D.h. es muss der Nachweis erbracht werden, welchen Mehrwert ein Portal für das Unternehmen ermöglichen wird.
Am Ende zählt nur eins: der tatsächlich realisierte Return on Investment des Projekts.
Um
diese Anforderungen gerecht zu werden, geht it innovations bei
Portal-Projekten folgendermassen vor:strukturiertes Vorgehen (siehe
unten) erstellen von Business Cases
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Unser Vorgehensmodell bei Portal-Projekten
(in Anlehnung an Gurzki / Frauenhofer IAO)
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