Beschaffung geht an externe Partner
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Outsourcing bleibt fester Bestandteil des Einkaufs
Wirtschaftswoche 18.11.2003
Einkauf: Beschaffung geht an externe Partner
Die Zahl der Vergabe von Beschaffungsaktivitäten an externe Dienstleister wird sich in den nächsten drei Jahren verdoppeln.
Der Outsourcing-Trend wird auch im Einkauf immer stärker.
Dies
ist das Ergebnis einer Procurement-Studie von Accenture, die in
Deutschland durch den Bundesverband Materialwirtschaft Einkauf und
Logistik (BME) unterstützt wurde. Befragt wurden über 200 Leiter
Einkauf und Beschaffung aus verschiedenen Branchen in Unternehmen aus
14 europäischen Ländern und den USA.
Fast die Hälfte der
befragten Unternehmen plant danach, in den kommenden drei Jahren
Beschaffungsaktivitäten ganz oder teilweise an externe Partner
abzugeben. Dies ist ein deutlicher Anstieg gegenüber den 22 Prozent der
Befragten, die laut Umfrage heute schon Bereiche ihrer
Beschaffungsaktivitäten auslagern.
Die meisten Fremdvergaben von
Beschaffungsaktivitäten sind nach Auswertung der Studie in Frankreich
geplant: Bis 2006 wollen 64 Prozent aktiv werden. Derzeit lagern dort
32 Prozent Beschaffungsaktivitäten aus. In Großbritannien und den USA
beabsichtigen dies 58 Prozent (derzeit: 38 Prozent bzw. 19 Prozent).
Einkaufs-Outsourcing in Deutschland auf dem Vormarsch
In
Deutschland, Österreich und der Schweiz gaben 39 Prozent der befragten
Unternehmen an, in den kommenden drei Jahren Beschaffungsprozesse
(aktuell derzeit 26 Prozent) auslagern zu wollen. „Die Ergebnisse
zeigen, dass der Trend zum Outsourcing von Beschaffungsleistungen keine
vorübergehende Erscheinung ist", sagt Stephan Haupt von Accenture.
Outsourcing solle mehr als nur Kostensenkung sein. Durch entsprechende
Partnerschaften ließen sich strategische Vorteile erzielen.
Auch direkte Materialien zunehmend Gegenstand von Outsourcing
Die
Vorhaben zum Outsourcing beziehen sich noch vorwiegend auf
nichtstrategische Teile des Beschaffungsmanagements. Dazu gehören
Prozesse (Bestellvorgänge, Zahlungsabwicklung), indirekte Materialien
und Services (Büromaterialien, Möbel) sowie EDV-Anwendungen (Hosting
von Beschaffungsapplikationen). Im Bereich der indirekten Materialien
und Services planen 43 Prozent der Befragten ein Outsourcing
(deutschsprachiger Raum: 37 Prozent). Aber auch im Bereich der direkten
Materialien planen der Studie zufolge bis 2006 mehr als ein Fünftel
aller befragten Unternehmen Outsourcingvorhaben (aktuell: 9 Prozent).
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