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- Virtualisierung Steigern Sie Ihre Server-Verfügbarkeit und optimieren Sie die Prozessorauslastung
Problem - Unausgelastete, teuere Ressourcen
Die
große Mehrzahl aller Server in Unternehmen ist chronisch unausgelastet
ist. Dies liegt daran, dass Server meistens für Spitzenbelastungen
ausgelegt sind, die aber nur wenige Stunden am Tag oder gar nur am
Monatsende auftreten. Unter Normallast liegen diese zusätzlichen
Ressourcen brach.
Das treibt zum einen die Kosten für Lizenzen
in die Höhe, wenn diese sich an der Leistung von Systemen orientieren.
Noch teurer aber ist, dass die unnötig hohe Zahl der Systeme den Personalaufwand
und die Kosten für ihre Administration explodieren lassen. Die
Aufrechterhaltung des Systembetriebs beansprucht heute rund drei
Viertel der Arbeitszeit der Mitarbeiter in den Rechenzentren. Wartung
und Betrieb verschlingen bis zu 80 Prozent der IT-Budgets
Virtualisierung
Virtualisierung soll das ändern.
Durch Virtualisierung lassen sich die ungenutzten Ressourcen besser nutzen, indem sie unterdessen andere Aufgaben ausführen.
Lösungsanbieter wie VMware und Microsoft
werben damit, dass durch Einführung einer virtuellen Infrastruktur die
IT flexibel auf unterschiedliche Geschäftsanforderungen reagieren kann
wie z.B.:
Steigerung der Auslastungsraten von Intel-Servern von bisher 5-15 % auf 60-80 %
Bereitstellungszeiten für neue Anwendungen sinken von Tagen auf wenige Sekunden
Reaktionszeiten auf Änderungsanforderungen betragen nur noch Minuten
Ausfallfreie Hardware-Wartung, ohne dass auf Wartungsfenster gewartet werden muss
Konsolidierung und Virtualisierung mit VMware
VMware
ist einer der weltweit führenden Hersteller von Virtual Infrastructure
Lösungen für den Intel Computer mit mehr als 2,2 Millionen Anwendern
und mehr als 5000 Kunden weltweit.
Die Virtualisierungs-Software
von VMware vereinfacht und optimiert die IT-Infrastruktur durch
Partitionierung und Trennung von Servern in sichere und transportable
virtuelle Maschinen, die mit Windows-, Linux- oder
Netware-Betriebssystemen ausgestattet sind.
VMware bietet sowohl für die Workstation, als auch für die Server eine entsprechende Lösung an.
VMware Workstation
VMware
Workstation ermöglicht die gleichzeitige Ausführung mehrerer
Betriebssysteme (Microsoft Windows, Linux und Novell Netware) und deren
Anwendungen auf einer einzigen physischen Maschine.
Diese
Betriebssysteme und Anwendungen werden dabei auf sicheren virtuellen
Maschinen isoliert, die sich gemeinsam auf einem einzelnen Stück
Hardware befinden. Die VMware Virtualisierungsebene ordnet die
physischen Hardware-Ressourcen der virtuellen Maschine zu und sind
damit das vollständige Äquivalent einer Standard-x86-Maschine.
VMware GSX Server 3
Der
GSX Server transformiert physische Computer in einen Pool aus
virtuellen Maschinen. Betriebssysteme und Anwendungen werden dabei auf
mehreren virtuellen Maschinen isoliert, die sich auf einem einzelnen
Stück Hardware befinden. Die Zuweisung der Systemressourcen zu jeder
virtuellen Maschine erfolgt je nach konkretem Bedarf.
Laut Angaben
des Herstellers, bedeutet der Einsatz von VMware GSX Server:
Verringerung der Gesamtunterhaltungskosten (TCO) der Computing-
Infrastruktur um bis zu 64 Prozent Senken der Hardware- und
Software-Kosten um 30 bis 45 Prozent Senkung der Betriebsausgaben
(Kosten für Arbeitskräfte und Wartung) bis zu 75 Prozent Verringerung
der Ausfallzeiten um 25 bis 55 Prozent Verkürzung der Entwicklungs- und
Testzyklen um mehr als 20 Prozent Vollständige Investitionsrentabilität
(ROI) in bereits in weniger als 6 Monaten VMware bringt sein eigenes
leistungsfähiges Administrations-Tools namens Virtualcenter (VC) mit.
VC
organisiert die Host-Server in Serverfarmen und kann mithilfe seines
Agenten die Server aus der Ferne kontrollieren und konfigurieren.
So
kann man über VC zum Beispiel VMs auf einem entfernten Server erstellen
und konfigurieren, das Vmware-Toolkit auf die neu erstellte VM laden,
Snapshots erstellen, die VM starten oder herunterfahren, die VM in den
Standby-Status versetzen oder die VM klonen. Geklonte VM-Templates
werden in einem Template-Repository gespeichert. VC verwaltet die
Serverfarmen, indem es die entsprechenden Daten in einer
Access-Datenbank speichert.
VC greift auf Windows Active
Directory zur Authentifizierung und Zuweisung von Benutzer- und
Gruppenberechtigungen zurück. Im Prinzip werden die VMs so behandelt,
als handelte es sich um physische Rechner.
Microsoft Virtual Server 2005
Nun ist es also so weit: Der von Microsoft seit langem versprochene Virtual Server 2005
ist erhältlich. Mit seiner Hilfe sollen sich mehrere virtuelle
Maschinen deutlich leichter einrichten und verwalten lassen als
beispielsweise mit dem kleineren Bruder Virtual PC. Dieser ist erst
kürzlich in einer neuen Version auf den Markt gekommen. Im Wesentlichen
ermöglicht der Virtual Server 2005 eine einfachere Verwaltung sowie
eine feiner granulierte Verteilung der CPU-Ressourcen auf die
virtuellen Maschinen.
Mit dem Virtual Server 2005 dringt
Microsoft in VMwares angestammtes Revier ein: der Server-Konsolidierung
durch virtuelle Maschinen. Während VMware sich jedoch offen zeigt, konzentriert sich Microsoft ganz auf Windows.
Microsoft
garantiert lediglich für Windows-Produkte eine Lauffähigkeit im
emulierten Rechner. Das ist allerdings für die anvisierte Zielgruppe
durchaus ausreichend, geht es neben der Bereitstellung von Testsystemen
für Entwickler doch auch darum, Migrations-Unwillige zu unterstützen.
Besonders die Betreiber bestehender Systeme unter Windows NT 4 oder
älterer Betriebssysteme will man durch die Konsolidierung auf Virtual
Server 2005 zum Kauf neuer Produkte bewegen.
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Lediglich für Testzwecke lässt Microsoft auch Windows XP Professional als Basis für den Virtual Server 2005 zu.
Ausreichende
Prozessorleistung sowie genügend Hauptspeicher und Festplattenkapazität
vorausgesetzt, so steht dem Einrichten virtueller Rechner nichts mehr
im Weg.
Die von Microsoft angegebenen Mindestwerte sind mit
einer Pentium-III-CPU bei 550 MHz, 256 MByte RAM und 2 GByte freier
Festplattenkapazität allerdings reichlich optimistisch. Ein Pentium 4
mit einer Taktfrequenz von mehr als 2 GHz sollte es schon sein, 1 GByte
RAM ist sicher nicht zu wenig.
Wer viele größere virtuelle
Maschinen einrichten möchte, der sollte auch bei der Festplatte nicht
sparen und besser zum größten verfügbaren Modell greifen.
Virtual
Server 2005 gibt es in zwei Varianten: Für den Einsatz auf Rechnern mit
bis zu vier CPUs bietet Microsoft die Virtual Server 2005 Standard
Edition an, deren Preis laut Hersteller bei 499 US-Dollar liegt. Mit
999 US-Dollar knapp doppelt so teuer ist die Enterprise Edition, die
bis zu 32 CPUs unterstützt. Abgesehen von der Anzahl der unterstützten
Prozessoren bieten beide Versionen einen identischen Funktionsumfang.
Das gilt auch für die über die Microsoft-Homepage verfügbare
Testversion der Enterprise Edition, die für eine Dauer von 180 Tagen
nach der Installation lauffähig ist.
Vorhandene und fehlende Features
Um einen möglichst reibungslosen Betrieb der Gastsysteme zu gewährleisten, stellt Virtual Server 2005 diesen eine große Anzahl virtueller Geräte
zur Verfügung - wenn auch mit Einschränkungen. So sehen Anwendungen in
der virtuellen Maschine maximal einen Prozessor, unabhängig von der
tatsächlich im Host installierten Anzahl. Von den von Virtual Server
unterstützten 64 GByte RAM lassen sich einem Gastsystem bis zu 3,6
GByte zuteilen.
Dabei besteht zusätzlich die Einschränkung,
dass die Summe der für die aktiven Gastsysteme reservierten RAMs die
Menge des realen Hauptspeichers nicht überschreiten darf. Als weitere
Einschränkung unterstützt der Virtual Server 2005 bislang
ausschließlich die x86-Architektur mit 32 Bit. Den Umgang mit modernen
64-Bit-CPUs oder gar deren Emulation in der virtuellen Maschine sind
nicht möglich.
Flexibel zeigt sich der Virtual Server bei den Speichermedien.
Neben einer virtuellen IDE-Festplatte können den Gastsystemen virtuelle
SCSI-Adapter bereitgestellt werden. Sie ermöglichen den Aufbau
virtueller Cluster, mit deren Hilfe sich zwei virtuelle Maschinen zu
einem Verbund zusammenschließen lassen. Zusätzlich stehen den
Gastsystemen Floppy- und CD/DVD-Laufwerke zur Verfügung, Letztere
allerdings nur mit Lesezugriff. Dafür können diese entweder auf ein
vorhandenes physikalisches Laufwerk oder das ISO-Image einer CD oder
DVD umgeleitet werden.
Als Kommunikationsschnittstellen stehen
den virtuellen Maschinen serielle und parallele Ports zur Verfügung.
Zur LAN-Anbindung dienen virtuelle Ethernet-Adapter, die sowohl zum
Datenaustausch mit einem vorhandenen Netzwerk als auch zur exklusiven
Kommunikation zwischen zwei virtuellen Maschinen einsetzbar sind. Für
die Grafikausgabe emuliert der Virtual Server eine Grafikkarte mit dem
S3- Chipsatz Trio64, die auch DirectX-Support gewährleistet. Zum Test
aktueller Spiele taugen die virtuellen Maschinen allerdings weniger, da
keine Sound-Karten-Emulation für die Gastsysteme vorgesehen ist.
Schmerzlicher vermissen dürften zumindest Entwickler die Unterstützung
von USB-Devices. Auch vorhandene Firewire-Schnittstellen reicht der
Virtual Server 2005 nicht an die Gastsysteme weiter. Gleiches gilt für
iSCSI, womit so gut wie alle schnellen externen Speichermedien mit
hoher Kapazität aus virtuellen Maschinen heraus unerreichbar sind.
Windows-Migration und Betrieb
Das
vornehmliche Einsatzgebiet von Virtual Server 2005 ist die
Bereitstellung virtueller Windows-Maschinen. Diese lassen sich auf zwei
verschiedene Arten einrichten. Bei der ersten Variante wird zunächst
eine neue virtuelle Maschine erzeugt und darauf mit Hilfe der
Installations-CD ein frisches Betriebssystem eingerichtet. Diese
Methode eignet sich vor allem für Entwickler, die für Projekte jeweils
neue, saubere Windows-Installationen aufsetzen wollen.
Wer
allerdings seine bestehenden Server auf einen Blade-Server migrieren
möchte, wird mit dieser Variante auf Grund des damit verbundenen
Aufwands nicht glücklich. Daher stellt Microsoft für diesen
Einsatzzweck ein spezielles Virtual Server 2005 Migration Toolkit zur
Verfügung. Das aktuell als Beta-Version verfügbare Add-on zum Virtual
Server 2005 bannt Windows-Server in ein Festplatten-Image, das sich
dann direkt in den Virtual Server 2005 importieren lässt. Es
unterstützt dabei Installationen unter Windows NT 4.0 Server, Windows
2000 Server, Windows 2000 Advanced Server sowie Windows Server 2003 und
Windows Server 2003 Enterprise Edition.
Egal, auf welchem Weg
die Gastsysteme ihren Weg in das virtuelle Heim finden: Im Betrieb
beeindrucken sie mit hoher Leistung. Geschwindigkeitseinbußen sind so
gut wie nicht feststellbar. Angesichts der Tatsache, dass die Migration
in der Regel von älterer Hardware mit geringerer Leistungsfähigkeit aus
erfolgt, dürften die meisten Anwender sogar eine deutliche
Leistungssteigerung bemerken.
Alternative Betriebssysteme
Deutlich anders sieht es aus, wenn andere Betriebssysteme wie Linux in einer von Virtual Server 2005 bereitgestellten Maschine arbeiten. Hier fallen sowohl die träge Reaktion wie auch der im Vergleich zur Emulation von Windows-Rechnern hohe Verbrauch an Systemressourcen auf.
Trotzdem lässt sich beispielsweise Suse Linux 9.1 Professional problemlos in einer virtuellen Maschine einrichten und betreiben.
Entgegen
vieler Gerüchte hat Microsoft nicht dafür gesorgt, dass Linux als Gast
unwillkommen ist. In Anbetracht der gravierenden
Geschwindigkeitsunterschiede scheint es eher so, als hätte man sich in
Redmond vor allem auf die Optimierung von virtuellen Windows-Maschinen
konzentriert. Für den Rest gilt offenbar die Devise: "Es läuft, das
reicht uns." Angesichts der hauptsächlich anvisierten Zielgruppe ist
dieses Vorgehen jedoch durchaus verständlich.
Verwaltung von nah und fern
Etwas
ungewohnt, vor allem für mit VMware-Produkten vertraute Nutzer, dürfte
die Verwaltung der virtuellen Maschinen sein. Sie erfolgt bevorzugt
über den Browser.
Der vom Administrations-Webserver verwendete
Port lässt sich schon während der Installation frei wählen. Hier lassen
sich sowohl die einzelnen virtuellen Maschinen starten, stoppen, per
Remote Control direkt beeinflussen und diverse Verwaltungsaufgaben
durchführen. Dies funktioniert sowohl direkt auf dem Host-Rechner als
auch per Browser von einem beliebigen Arbeitsplatz aus - sofern die
entsprechenden Nutzerrechte vorhanden sind. Einzige Einschränkung: Als
Browser muss mindestens der Internet Explorer 5.5 zum Einsatz kommen,
was zum Beispiel die Fernwartung der virtuellen Maschinen von einem Mac
oder einem Linux-System aus unmöglich macht.
Verwaltung per Client
Alternativ
zur Steuerung per Browser kann die Windows-Applikation Virtual Machine
Remote Client genutzt werden. Diese bietet den direkten Zugriff auf
eine virtuelle Maschine, die wenig komfortabel über eine URL der Form
vmrc://<host.domain.tld>:5900/<name
der virtuellen Maschine zu adressieren ist. Zudem lassen sich über diesen Client keinerlei administrative Aktionen durchführen.
Die Fernsteuerung der Gastsysteme erfolgt auf Wunsch via SSL-gesicherter Übertragung.
Damit
ist auch bei der Verwaltung vom Arbeitsplatz aus gewährleistet, dass
Angreifer sensible Daten, wie beispielsweise Nutzerkennungen, auf den
virtuellen Systemen nicht abhören können. Zur Übertragung der
Bildschirminhalte bietet der Virtual Server 2005 zwei Verfahren an. Zum
einen die auch von anderen Systemen bekannte Variante, bei der zunächst
in das Anzeigefenster zu klicken ist, womit die so gewählte Maschine
alleinigen Zugriff auf Tastatur und Maus des Anwenders erhält.
Auf
virtuellen Windows-Maschinen lässt sich außerdem der Support für ein
spezielles ActiveX-Control installieren. Mit dessen Hilfe übernimmt das
Gastsystem nur dann die Kontrolle über Tastatur und Maus, wenn sich der
Mauszeiger innerhalb des virtuellen Bildschirms befindet. Beim
Verlassen des Anzeigebereichs gibt das Gastsystem die Kontrolle wieder
an das lokale Betriebssystem zurück. Die Installation dieses deutlich
komfortableren Verfahrens erleichtert Microsoft, indem den
Windows-Installationen die notwendige Software automatisch als CD-Image
zur Verfügung steht.
Image Management
Die Daten der virtuellen Rechner verwaltet Virtual Server 2005 in Form von virtuellen Disks. Diese dürfen bis zu 127 GByte
groß sein und werden in einer dynamisch wachsenden und einer statischen
Variante angeboten. Das zweite Verfahren hat den Nachteil, dass das
Image sofort den reservierten Platz komplett belegt. Zusätzlich
existieren noch zwei Sonderformen der virtuellen Festplatte: die so genannte Undo Disk sowie die Differencing Disk. Beide erfüllen spezielle Funktionen, um vor allem Administratoren bei ihrer Arbeit zu helfen.
Bei der Differencing Disk
handelt es sich um einen mit einer existierenden virtuellen Festplatte
eines Gastsystems verknüpften Datenspeicher. Wird ein solches
Gastsystem gestartet, so landen alle Änderungen am Datenbestand nicht
auf der eigentlichen virtuellen Festplatte, sondern auf der
Differencing Disk.
Diese lässt sich dann per Merging mit einer
virtuellen Festplatte in eine neue virtuelle Festplatte umwandeln, die
die in der Differencing Disk gespeicherten Änderungen beinhaltet. Damit
eignet sich diese Methode gut zur schnellen Installation von
Anwendungspaketen auf mehreren virtuellen Servern.
Anstatt
beispielsweise den IIS auf mehreren Servern separat einzurichten, legt
der Anwender für die erste virtuelle Maschine eine Differencing Disk
an. Anschließend richtet er den IIS ein und erzeugt durch die
Zusammenführung der Ausgangs-Disk mit der Differencing Disk so viele
virtuelle Festplatten, wie Server benötigt werden.
Eine etwas andere Funktion erfüllt die Undo Disk.
Diese lässt sich nur für vorhandene virtuelle Maschinen anlegen und
protokolliert alle während einer aktiven Sitzung vorgenommenen
Änderungen. Beim Herunterfahren des virtuellen Servers fragt das System
nach, ob die Änderungen übernommen oder verworfen werden sollen. Undo
Disks eignen sich daher sehr gut, um Updates auszutesten und bei
eventuellen Fehlern schnell wieder in den vorherigen Zustand
zurückkehren zu können.
Was dem Virtual Server 2005 allerdings fehlt, ist eine Snapshot-Funktion
zum Kopieren einer virtuellen Maschine im laufenden Betrieb. Auch das
Verschieben eines virtuellen Rechners - beispielsweise auf einen
anderen Server - bietet der Virtual Server 2005 nicht. Damit fehlen
zwei wichtige Funktionen, die vor allem bei notwendigen
Wartungsarbeiten am Host-System den Betrieb der virtuellen Server
gewährleisten und die Downtime minimieren.
Virtuelle Netze
Ein
leistungsfähiges Feature bietet der Virtual Server 2005 mit der
Verwaltung virtueller Netze. Es lassen sich Netze mit Anbindung an ein
vorhandenes LAN einrichten, ebenso wie Netze, deren Wirkungskreis
ausschließlich auf das Host-System beschränkt ist. Erstere dienen den
virtuellen Rechnern zur Kommunikation mit der Außenwelt, die zweite
Variante ermöglicht den Gastsystemen, eine abhörsichere interne
Kommunikation aufzubauen.
Für jede Variante existieren bereits
vorgefertigte Einträge. Eine Besonderheit weist der Virtual Server 2005
zusätzlich auf: Statt eine bestimmte Netzwerkkarte zu emulieren, bietet
er zwei unterschiedliche Typen an. Neben einer virtuellen 3Com
Etherlink XL steht auch der oft auf Motherboards integrierte SIS900-
Chipsatz zur Wahl.
Ressourcenverteilung
Etwas
spartanischer gestaltet sich die Verteilung der Ressourcen auf die
virtuellen Maschinen. Lediglich die Prozessorleistung kann auf die
einzelnen Prozesse verteilt werden. Dabei sind für jedes Gastsystem
sowohl die relative Gewichtung wie auch ein reservierter Anteil an der
Gesamtleistung und eine Obergrenze für die CPU-Beanspruchung
definierbar. Dies gilt gleichermaßen für laufende wie für aktuell im
Ruhezustand befindliche Gastsysteme.
Die Ausführungen zu "Microsoft Virtual Server 2005" stammt von STEPHAN RUBNER (Gastbeitrag im techchannel am 14. Dez 2004).
Fazit
Zu
einem vergleichsweise moderaten Preis bietet der Microsoft Virtual
Server ausreichend Funktionen, um die Konsolidierung mehrerer
Windows-Server auf einem leistungsfähigen Blade-System so reibungslos
und komfortabel wie möglich zu realisieren. Die Verwaltung per
Webinterface erweist sich im Test als sehr robust. Weder die Steuerung
der virtuellen Maschinen noch die Verwaltung des Virtual Server selbst
werfen Probleme auf.
Wer also seinen Windows-Servern ohne
großen Aufwand zu mehr Performance verhelfen will, für den lohnt es
sich, den Virtual Server 2005 einmal näher zu betrachten.
Ist
jedoch die Konsolidierung einer heterogenen Umgebung das Ziel, sollten
eher Produkte der Mitbewerber wie VMware ins Auge gefasst werden.
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